
Weil wahre Stärke leise beginnt.
Über Mich

„Pferde sind Lebewesen mit tiefen Gefühlen. Sie verdienen es, dass wir ihnen zuhören, statt sie zu unterwerfen.“
-Jessica Braun-
Viele Jahre lang habe ich Trabrennpferde trainiert. Ich kenne die Pferdewelt, das Training und den enormen Druck, dem diese wunderbaren Tiere oft ausgesetzt sind, aus nächster Nähe. Schon damals habe ich gemerkt, dass die herkömmlichen Methoden oft an den emotionalen Bedürfnissen der Pferde vorbeigehen.
Auf meinem Weg durfte ich von vielen Pferden lernen. Diese Erfahrungen haben meinen heutigen Blick auf die Pferdepsychologie maßgeblich geprägt:

Der traumatisierte Wallach
Er kam dreijährig zu uns und war völlig entspannt beim Anspannen. Nach fünf Jahren bei anderen Trainern kehrte er zurück – und war kaum wiederzuerkennen. Ihn anzuspannen und anzubinden war unmöglich, da er sofort in panischer Angst losrannte. Durch feste Routinen, Geduld und indem ich ihm die Sicherheit gab, die er brauchte, fand er Schritt für Schritt in seine Gelassenheit zurück.

Ein 10-jähriger Hengst stieg Menschen an und biss nach ihnen, wenn sie ihn aus der Box oder von der Wiese holen wollten. Ich gab ihm die Zeit, die er brauchte, und begegnete ihm ohne Gegendruck. Bei mir stieg er nur ein einziges Mal – danach siegte das Vertrauen über die Aggression.

Der ängstliche Youngster
Er kam zu uns und kannte noch absolut nichts. Er hatte vor fast allem Angst. Mit viel Feingefühl und ohne jeden Zwang habe ich ihn eingefahren. Am Ende vertraute er mir so sehr, dass ich mit ihm völlig allein und entspannt ins Gelände fahren konnte.
Der missverstandene Hengst
Diese und viele weitere Pferde haben mir gezeigt: Hinter jedem „Fehlverhalten“ steckt eine Geschichte, meistens Angst oder ein tiefes Trauma.
Der eigentliche, ganz persönliche Wendepunkt auf meinem Weg begann vor 15 Jahren, als meine eigene Traberstute in mein Leben trat. Sie ist im Grunde eine unheimlich liebe Seele. Und doch gab es da von Anfang an Momente der Angst, der Unsicherheit und eine unsichtbare Mauer. Bei ihr funktionierte mein bisheriges Schema nicht mehr – sie forderte mich heraus, meine Haltung zu hinterfragen und die Kommunikation mit Pferden noch einmal völlig neu zu lernen.
Auf der Suche nach Antworten versuchte ich zuerst das klassische Training, das man überall in der Pferdewelt standardmäßig lernt. Als das keine Besserung brachte, kam ich – wie so viele Pferdebesitzer – voller Hoffnung zum Horsemanship. Doch anstatt einer echten Lösung spürte ich schnell das Gegenteil: Diese Methoden brachten uns nicht weiter. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Auch eine rein theoretische Fernausbildung zur Pferdepsychologin im Jahr 2025 brachte mir nur Schema-F-Lösungen. In der Praxis habe ich schnell gemerkt: Standatisiertes Lehrbuchwissen geht völlig an der individuellen Psyche des Pferdes vorbei.



Vom Suchen und Finden der leisen Töne
Ich gab nicht auf und begab mich tiefer auf die Suche nach der Wahrheit hinter der Pferdeseele. Gefunden habe ich sie in einer fundierten, praxisnahen Ausbildung, die ich derzeit absolviere. Diese basiert auf einem völlig neuen, gewaltfreien und wissenschaftlich fundierten tiefenpsychologischen Ansatz. Hier lernte ich endlich, was es wirklich bedeutet, die Welt durch die Augen des Pferdes zu sehen.
Heute weiß ich: Wahre Stärke beginnt leise.

Warum ich tue, was ich tue
Mir ist es eine Herzensangelegenheit, dass wir Menschen endlich begreifen: Pferde sind fühlende Lebewesen. Sie agieren niemals aus reiner Bosheit. Wenn ein Pferd scheinbar „aggressiv, dominant oder stur“ reagiert, ist das ein Hilfeschrei. Wenn es beim Satteln, Aufsteigen oder Reiten blockiert, beim Hufschmied nicht stillsteht, der Tierarztbesuch zur Gefahr wird oder das Pferd dich im Alltag ignoriert und vehement zum Gras zieht, dann hat das einen tiefen, psychologischen Grund. Oft ist es nackte Angst, Überforderung oder erlernte Unterwürfigkeit, die fälschlicherweise als „brav“ missverstanden wird.
Ich möchte dir zeigen, wie du die feinen Signale deines Pferdes richtig deutest. Ich möchte dir helfen, die Ursachen hinter dem Verhalten zu verstehen, damit du deinem Pferd die Sicherheit geben kannst, die es braucht.
Lass uns gemeinsam den Strick aus der Hand legen und anfangen, mit dem Herzen zuzuhören.
